Schutzmasken

SARS-CoV-2 Pandemie 2020
Ronald
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Schutzmasken

Beitrag: #Beitrag Ronald
2. Apr 2020, 12:27

Schutzmasken

Im Moment "tobt" ein Streit zwischen verschiedenen Organisationen und Experten zum Thema der Wirksamkeit von Schutzmasken.
Die eine Seite - Robert Koch Institut (RKI), Welt Gesundheits Organisation (WHO) und einige Virologen) argumentieren, dass es keine Evidenz (keinen wissenschaftlichen Beweis) dafür gibt, dass die Masken schützen. Die andere Seite ist trotzdem davon überzeugt, dass die Masken helfen, weil sie ja schon seit Jahren im medizinischen Bereich benutzt werden.

Kann man vor diesem Hintergrund herausfinden wer Recht hat ?

Man kann, es haben nämlich beide Seiten Recht:
Das RKI und die WHO sagen es gibt keine Evidenz der Wirksamkeit von Masken. Das heißt, dass noch niemand eine Studie zur Wirksamkeit gemacht. Das ist auch relativ schwierig, wenn man weiß wie solche (hochwertigen) Studien gemacht werden:
Man müsste eine Anzahl von z.B. Operationen ohne Masken und die gleiche Anzahl von Operationen mit Maske machen und dann nachsehen, ob sich in der Gruppe ohne Masken mehr Infektionen ergeben haben.
Das hat man aber aus zwei Gründen bisher nicht gemacht:
1. findet man genug Probanden, die sich ohne Masken operieren lassen (was auch ethisch nicht vertretbar ist) ?
2. Eine solche Studie ist teuer (leicht mal 1 Mio €) und die Masken waren immer billig. Damit wird sich niemand finden lassen, der eine solche Studie finanziert.

Der oft zitierte Vergleich man würde auch keine Studie zur Wirksamkeit von Fallschirmen benötigen ist polemisch, weil die "Studien" schon gemacht wurden: bisher hat noch niemand überlebt, der sich (wohl unfreiwillig) in der Gruppe ohne Fallschirm oder nicht öffnender / defekter Fallschirme befand.

Zurück zu den Schutzmasken: in der Öffentlichkeit kommt aber nur an, dass einige von der Unwirksamkeit der Masken sprechen, andere aber vehement vom Gegenteil. Fakt ist, dass beide Seite nicht beweisen können Recht zu haben, eben weil es keine Studien gibt.

Sorten von Masken

Erhältlich sind drei Sorten von Masken mit verschiedenen Schutzklassen FFP-1 bis FFP-3 (filtering face piece, deutsch: Feinstaubmaske). Diese Masken wurden überhaupt nicht für medizinische Zwecke erfunden, sondern waren und sind dafür gedacht Staubteilchen von den Atemwegen fern zu halten: https://de.wikipedia.org/wiki/Atemschutzmaske
Interessanter Weise werden im medizinischen Bereich nur FFP1 - Masken benutzt (bisher) um den Patienten vor Tröpchen des OP-Personals zu schützen !

Vor diesem Hintergrund sprechen die "moderaten" Experten, wie Prof. Chr. Drosten (Charité, Berlin) davon, dass es ein Gebot der Höflichkeit sei Masken zu Tragen um andere zu schützen.

Da die Tröpfchen Virenträger sein können erscheint es logisch, dass die FFP-1 Masken nur das Gegenüber schützen. Wer sich schützen will, dem hilft der Abstand von 2 Metern (solange mich niemand direkt anniest oder anhustet). Ein normal sprechender Mensch gibt immer Tröpfchen an die Umgebung ab. Diese Tröpfchen verdünnen sich relativ schnell (weil sie austrocknen - verdunsten) und weil sie über die Entfernung immer kleiner werden, werden sie auch von einer FFP-1 Masken nicht mehr aufgehalten.
Daraus resultiert, dass die moderaten Experten FFP-1 Masken nur zum Schutz Anderer empfehlen. Alle Anderen halten Abstand, während diejenigen, die keinen Abstand halten können (medizinisches Personal und pflegerisches Personal) die schwer zu bekommenden FFP-2 und FFP-3 Masken zum Eigenschutz erhalten.

Ein Zwang zum Tragen von Masken macht nur Sinn, wenn man genug Masken beschaffen kann und die Bevölkerung es nicht schafft Abstand zu halten.
Nachteilig wirkt sich natürlich aus, dass man sich in einer trügerischen Sicherheit wähnt.